Kopfläuse, Tierläuse & Flöhe: Was krabbelt da eigentlich?

Läuse und Flöhe sind winzige, aber hochspezialisierte Parasiten, die sich perfekt an ihre jeweiligen “Wirte” (also an jene Lebewesen, die sie ernähren) angepasst haben. Besonders Kopfläuse sorgen regelmäßig für Aufregung, vor allem in Schulen und Kindergärten. Doch was steckt biologisch dahinter? Wie unterscheiden sich Kopfläuse von Tierläusen und Flöhen? Und welche Mythen über Kopfläuse halten sich hartnäckig? Der folgende Überblick liefert fundierte Fakten und räumt mit Irrtümern auf.

Unterschied: Kopfläuse vs. Tierläuse und Flöhe

weißlich-durchsichtige Laus im Erwachsenenstadium

Kopfläuse (Pediculus humanus capitis)

Diese sind flügellose Insekten aus der Ordnung der Tierläuse (Phthiraptera) und gehören zur Familie der Menschenläuse (Pediculidae).

Sie sind etwa zwei bis drei Millimeter groß, haben einen abgeflachten, dreigliedrigen Körper (Kopf, Rumpf und Unterleib) und sechs Beine mit hakenförmigen Krallen. Diese Krallen ermöglichen ihnen das Festhalten und Fortbewegen auf menschlichen Haaren. Die Farbe der Kopfläuse variiert je nach Hautpigmentierung des Wirts und kann von weißlich-grau bis bräunlich reichen. Nach einer Blutmahlzeit erscheint der Körper rötlich, da der Verdauungstrakt durch die Chitinhülle – also die Außen“haut“ – hindurchschimmert. Kopfläuse haben einen stechenden Saugrüssel und saugen alle zwei bis vier Stunden Blut. Der Speichel von Läusen verhindert die Blutgerinnung und ist der Auslöser von Juckreiz.

Läuse sind hochspezialisiert auf den menschlichen Wirt, sie können nur auf dem Menschen (in dessen Kopfhaar) überleben und sich fortpflanzen. Läuse leben permanent auf ihrem Wirt und legen ihre Eier (Nissen) direkt am Haaransatz ab.

Tierläuse

Während Kopfläuse ausschließlich den Menschen befallen, gibt es zahlreiche Tierläuse-Arten, die jeweils hochspezialisiert auf ihre Wirtstiere sind, wie z. B. Hundeläuse (Linognathus setosus), Pferdeläuse (Haematopinus asini), Schweineläuse (Haematopinus suis) oder Rinderläuse (Bovicola bovis).

Sie leben auf der Haut, dem Fell oder den Federn von Tieren und sind ebenfalls blutsaugend. Eine Übertragung zwischen Mensch und Tier ist jedoch nicht möglich, da die Läuse wirtsspezifisch sind.

Tierläuse sind ein bis sechs Millimeter groß, ebenfalls flügellos und mit Klammer-Mechanismen an den Beinen ausgestattet.

Weitere Läuse-Arten:

  • Kleiderlaus (Pediculus humanus corporis): lebt in Kleidung und Haaren
  • Filzlaus (Phthirus pubis): befällt den Intimbereich und ist ebenfalls ausschließlich auf den Menschen spezialisiert

Flöhe (Siphonaptera)

Diese sind ein bis vier Millimeter groß, haben einen seitlich abgeflachten Körper und kräftige Sprungbeine, mit denen sie bis zu dreißig Zentimeter weit springen können.

Flöhe leben meist in der Umgebung des Wirts (auf Teppichen oder in Tierbettchen) und kommen nur zum Blutsaugen auf den Wirt. Flöhe legen ihre Eier in der Umgebung, aber ebenso am Wirt ab. Die Lebensdauer von Flöhen beträgt ein bis zwei Monate, in Puppenform können diese Parasiten sogar Monate oder Jahre überleben.

Nahaufnahme eines braunen Flohs im Erwachsenenstadium

Lebensweise und Fortpflanzung

Läuse und Flöhe unterscheiden sich deutlich in ihrer Entwicklung: Während Flöhe ein Puppen-Stadium durchlaufen, entwickeln sich Läuse direkt vom Ei zur Nymphe und weiter zur erwachsenen Laus.

Läuse

Beide Laus-Arten, also Kopf- und Tierlaus, durchlaufen ähnliche Entwicklungszyklen: Der Lebenszyklus der Kopflaus dauert etwa einen Monat und umfasst drei Entwicklungsstadien: Ei (Nisse) → Larve (Nymphe) → erwachsene Laus

Lebenszyklus der Laus vom Ei über die Nisse zum erwachsenen Tier

Die Weibchen legen täglich drei bis zehn Eier (Nissen), welche ungefähr einen Millimeter groß sind, mit einem wasserunlöslichen Klebstoff nahe der Kopfhaut und direkt am Haaransatz ab. Beliebte Orte dafür sind hinter den Ohren, an den Schläfen und im Nacken an feuchten und warmen Stellen.

Nach sieben bis zehn Tagen schlüpfen die Larven (Nymphen), welche in etwa zwei Millimeter groß sind. Nach acht bis zehn Tagen und drei Häutungen entstehen die erwachsenen, geschlechtsreifen Kopfläuse.

Die Kopflaus kann bis zu einem Monat überleben, wobei die Männchen bereits nach spätestens drei Wochen absterben. Ohne Blutmahlzeit sterben Kopfläuse innerhalb von ein bis drei Tagen. Die Entwicklung der Parasiten ist temperaturabhängig: Das Optimum liegt bei 34 bis 36 Grad Celsius, wie es direkt an der Kopfhaut herrscht.

Läuse, Nymphen und Nissen atmen. Sie haben keine Lunge – die Atmung findet über Luftröhren, sogenannte Tracheen, statt.

Negativbild mit einer mikroskopischen Ansicht einer Laus, die die Luftröhren zeigt

Läuse bewegen sich durch Kriechen fort, sie können nicht springen und fliegen. Sie werden durch die elektrostatische Aufladung des Kopfhaars angezogen.

Flöhe

Flöhe sind Insekten, die eine vollständige Verwandlung mit vier klar abgegrenzten Entwicklungsstadien durchlaufen.

1. Ei-Stadium

Weibliche Flöhe legen zwanzig bis fünfzig Eier pro Tag, meist 48 Stunden nach der ersten Blutmahlzeit. Die Eier werden nicht nur am Wirt befestigt, sondern fallen ebenso in die Umgebung (auf Teppiche, in Tierbettchen oder Bodenritzen).

2. Larven-Stadium

Die Larven schlüpfen nach zwei bis zehn Tagen, abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Sie sind blind, lichtscheu und leben versteckt. Die Larven ernähren sich von organischem Material, vor allem von Flohkot und Hautschuppen. Es gibt drei Larven-Stadien, bevor sich die Larven verpuppen.

3. Puppen-Stadium

Die Larven spinnen einen Kokon, in dem sie sich zur erwachsenen Flohform entwickeln. Die Puppen können Monate oder sogar Jahre überleben, bis Umweltreize (Wärme, Bewegung, Atemluft) das Schlüpfen auslösen.

4. Erwachsenen-Stadium

Nach dem Schlüpfen suchen die Flöhe aktiv nach einem Wirt. Sie benötigen eine Blutmahlzeit, um sich fortpflanzen zu können. Die Lebensdauer von Flöhen beträgt ein bis drei Wochen. Die Fortpflanzung beginnt kurz nach dem Schlüpfen, wenn sich Männchen und Weibchen auf dem Wirt befinden.

Läuse und Flöhe erkennen: Symptome und Hinweise auf einen Befall

Jeder kann durch Läuse und Flöhe befallen werden. Während Läuse von Haar zu Haar kriechen, können Flöhe auf ihre Wirte springen. Menschen sind zwar keine bevorzugten Wirte von Flöhen, diese können jedoch vorübergehend Menschen stechen, wenn kein Tier verfügbar ist.

Kopfläuse – Symptome beim Menschen

  • starker Juckreiz (Pruritus), besonders am Hinterkopf, im Nacken und hinter den Ohren
  • Rötungen und Schwellungen durch die Reaktion auf den Speichel der Läuse
  • Läuse-Ekzem: entzündete Hautstellen durch Kratzen
  • Verfilzung der Haare bei starkem Befall
  • weiße Punkte (Nissen) nahe der Kopfhaut, fest am Haaransatz klebend
  • Kinder kratzen sich häufig, bemerken den Befall oft nicht selbst

Tierläuse – Symptome bei Hunden

  • intensiver Juckreiz, häufiges Kratzen und Beißen
  • Hautirritationen: Rötungen, Entzündungen, Wunden
  • Haarausfall und kahle Stellen
  • Unruhe und Verhaltensänderungen wie Nervosität und Gereiztheit
  • Schuppenbildung und ggf. unangenehmer Geruch
  • sichtbare Läuse oder Nissen im Fell, besonders an den Haarwurzeln

Flöhe – Symptome beim Menschen

  • Flohbisse: kleine, juckende Quaddeln mit dunklem Punkt in der Mitte
  • typische „Flohstraße“: mehrere Bisse in einer Reihe
  • starker Juckreiz, oft am ganzen Körper
  • Hautrötungen und Schwellungen, manchmal mit Bläschen
  • Reizung durch Flohspeichel, besonders bei empfindlicher Haut
  • Bisse bevorzugt an Beinen, Knöcheln, Hüfte und Achseln

Bedeutung für Gesundheit und Hygiene

Läuse und Flöhe sind mehr als nur lästige Plagegeister, denn sie können die Gesundheit von Menschen und Tieren beeinträchtigen.

Kopfläuse verursachen Juckreiz und Hautreizungen durch die Speichelabgabe beim Saugen. Läuse sind aber nicht gefährlich und übertragen meistens keine Krankheiten.

Tierläuse können bei Nutztieren zu massiven wirtschaftlichen Schäden durch Blutverlust, Hautentzündungen oder verminderte Gewichtszunahme führen.

Flöhe können gefährliche Krankheiten wie Beulenpest, Typhus oder Bandwürmer übertragen.

Parasiten im Alltag: Strategien gegen Kopflaus und Flohbefall

Läuse und Flöhe sind lästig, aber mit gezielten Maßnahmen gut in den Griff zu bekommen. Entscheidend ist die richtige Behandlung von Menschen, Tier und Umgebung.

Läuse

Behandlung des Haars: mit speziellen Anti-Läuse-Produkten, wie z. B. Elimax® Pure Power-Lösung und durch mechanisches Auskämmen. Mehr Informationen zu den Elimax® Produkten finden Sie unter https://elimax.com/at-de/.

Behandlung der kontaminierten Gegenstände und Textilien: am besten mit speziellen Insektenbekämpfungssprays, wie z. B. Pistal® Insektenspray. Der Pistal® Insektenspray auf 100 % Pflanzenbasis* ist ein Umgebungsspray und sowohl für den Innen- als auch Außenbereich geeignet, also ideal für den Einsatz auf Möbeln, Textilien, Tierkörbchen usw.

Die besonderen Eigenschaften des Pistal® Insektensprays: 

  • wirkt sofort und effektiv
  • reizt nicht bei sachgemäßer Anwendung 
  • hinterlässt keine Flecken 
  • ist in den Varianten geruchlos oder mit Citronella-Duft erhältlich

 

Flöhe

Nur ein kleiner Teil der Flohpopulation besteht aus erwachsenen Tieren – der Großteil sind Eier, Larven und Puppen. Eine erfolgreiche Bekämpfung muss alle Stadien berücksichtigen. Die Umgebung reinigen ist genauso wichtig wie die Behandlung des Wirts.

Behandlung befallener Tiere: durch spezielle, medizinische Flohmittel vom Tierarzt, aus der Apotheke oder aus dem Fachhandel.

Behandlung der kontaminierten Gegenstände und Textilien:

am besten mit speziellen Insektenbekämpfungssprays, wie z. B. Pistal® Insektenspray. Der Pistal® Insektenspray auf 100 % Pflanzenbasis* ist ein Umgebungsspray und sowohl für den Innen- als auch Außenbereich geeignet, also ideal für den Einsatz auf Möbeln, Textilien, Tierkörbchen usw.

Die besonderen Eigenschaften des Pistal®Insektensprays: 

  • wirkt sofort und effektiv
  • reizt nicht bei sachgemäßer Anwendung
  • hinterlässt keine Flecken
  • ist in den Varianten geruchlos oder mit Citronella-Duft erhältlich

Bitte eine Factbox für nachfolgenden Absatz gestalten:

ACHTUNG:

Nicht auf Lebensmittel oder Flächen sprühen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.

Nicht auf Menschen oder Tiere sprühen! Der Spray ist auch an Orten wirksam, an denen Haustiere leben, wie Tierkörbchen, Katzen-Kratzbäumen usw.

Verwenden Sie Pistal® nicht in der Umgebung von kleinen Tieren, Katzen, Vögeln, Fischen oder Reptilien!

Nach der Anwendung den Raum 30 Minuten lüften.

Mythen über Kopfläuse und was wirklich stimmt

Viele Missverständnisse ranken sich um Kopfläuse. Wir klären sie auf!

Mythos 1: Kopfläuse sind ein Zeichen mangelnder Hygiene.

Falsch. Kopfläuse bevorzugen sauberes Haar, da dieses elektrostatisch ist und sie sich besser daran festhalten können.

Mythos 2: Kopfläuse springen von Kopf zu Kopf.

Falsch. Kopfläuse können nicht springen oder fliegen – sie kriechen und benötigen direkten Haar-zu-Haar-Kontakt.

Mythos 3: Läuse springen von Tieren auf Menschen.

Falsch. Läuse sind nicht übertragbar zwischen Tier und Mensch. Jede Laus-Art hat ihren eigenen Wirt.

Mythos 4: Essig oder Föhnen hilft gegen Läuse.

Falsch. Essig glättet zwar das Haar, tötet aber keine Läuse oder Nissen. Föhnen ist ineffektiv und kann gefährlich sein, da einige Läusemittel entflammbar sind. Besorgen Sie sich lieber spezielle Anti-Läuse-Shampoos aus der Apotheke, z. B. Elimax Pure Power-Lösung. Mehr Informationen zu den Elimax® Produkten finden Sie unter https://elimax.com/at-de/.

Mythos 5: Kuscheltiere müssen eingefroren werden.

Falsch. Kopfläuse überleben außerhalb des menschlichen Kopfes nur wenige Stunden. Eine luftdichte Lagerung für drei Tage reicht aus. Oder Sie verwenden den Pistal® Insektenspray auf 100 %* Pflanzenbasis. Dieser bietet eine schnelle und effektive1 Lösung. Der Spray tötet Läuse und Nissen auf allen Oberflächen, wie beispielsweise Kuscheltieren, Stoffspielzeug, Kindersitzen, Hauben/Kappen, Kleidung, Pölstern, Sofas, Kämmen oder Bürsten. So vermeidet Pistal® >zufällige Wiederansteckung. Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass Pistal® keine Flecken hinterlässt und sofort wirkt.

Fazit: Läuse und Flöhe richtig erkennen, unterscheiden und bekämpfen

Läuse und Flöhe sind hochspezialisierte Parasiten, die sich perfekt an ihre jeweiligen Wirte angepasst haben. Kopfläuse befallen ausschließlich den Menschen, sind jedoch kein Zeichen mangelnder Hygiene. Tierläuse sind ebenfalls wirtsspezifisch, befallen nur Tiere und können bei starkem Befall gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden verursachen.

Flöhe hingegen sind weniger wirtsspezifisch: Sie können sowohl Menschen als auch Tiere befallen und Krankheiten übertragen. Ein markanter Unterschied liegt darin, dass Flöhe springen können, Läuse hingegen nur kriechen und direkten Kontakt zur Übertragung brauchen.

Für eine erfolgreiche Bekämpfung ist es entscheidend, nicht nur das betroffene Tier oder den Menschen gezielt zu behandeln, sondern ebenso alle befallenen Gegenstände und die Umgebung gründlich zu reinigen. Behandeln Sie die kontaminierten Gegenstände und Textilien am besten mit speziellen Insektenbekämpfungssprays, wie dem Pistal® Insektenspray mit 100 % pflanzenbasiertem Wirkstoff-Extrakt aus der Chrysanthemenblüte.

Wie bei allen Bioziden vorsichtig und nicht in der Umgebung von Jungtieren, Katzen, Vögeln und Reptilien verwenden! 
Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. 

* Wirkstoff: 100 % pflanzenbasierter Pyrethrum-Extrakt aus der Chrysanthemenblüte
1. erster Gelsenstecker auf 100 % Pflanzenbasis* exklusiv in österreichischen Apotheken erhältlich
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