Gelsen-Alarm! Was tun gegen lästige Hausgelsen?

Die warme Jahreszeit bringt nicht nur Sonne und laue Abende mit sich, sondern leider auch ungebetene Gäste: Gelsen. Kaum sitzt man draußen, hört man sie schon summen, und nachts rauben sie einem den Schlaf. Besonders Hausgelsen sind hartnäckig und lassen sich nicht so leicht vertreiben. Doch was genau sind Hausgelsen, wie vermehren sie sich so schnell, und warum sind sie so hartnäckig?

In diesem Artikel erfährst du, wie du Gelsen effektiv bekämpfen kannst und warum schon eine kleine Wasseransammlung zur Brutstätte werden kann.

Gelsen – kleine Plagegeister mit erstaunlicher Biologie

Gelsen, auch Stechmücken genannt, gehören zur Familie der Culicidae und sind weltweit verbreitet. Obwohl sie nur wenige Millimeter groß sind, können sie uns mit ihrem nervigen Summen, das durch den Flügelschlag entsteht, und ihren juckenden Stichen ganz schön den Sommer vermiesen. Doch hinter diesen kleinen Insekten steckt eine faszinierende Biologie – und wer sie versteht, kann sich besser vor ihnen schützen.

Vom Ei zur Gelse: die Entwicklung

Gelsen durchlaufen eine vollständige Metamorphose, das heißt, sie verändern sich in mehreren Stadien grundlegend.

  1. Ei: Weibliche Gelsen legen ihre Eier bevorzugt in stehendes Wasser. Das kann eine Pfütze, ein Blumentopf-Untersetzer oder eine Regentonne sein. Die Eier werden oft in Form kleiner “Ei-Schiffchen” abgelegt, die auf der Wasseroberfläche treiben.
  2. Larve: Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven. Sie sind dünn, wurmartig und bewegen sich ruckartig durchs Wasser. Sie atmen über ein Atemrohr am Hinterende und hängen oft kopfüber an der Wasseroberfläche.
  3. Puppe: In diesem Stadium bereitet sich die Larve auf die Verwandlung zur erwachsenen Gelse vor. Die Puppe ist kompakt, beweglich, frisst aber nicht mehr.
  4. Gelse: Nach dem Schlüpfen ist die Gelse flugfähig und beginnt sofort mit der Nahrungssuche und Fortpflanzung.

Die ganze Entwicklung (von der Larve bis zur fertigen Gelse) dauert in etwa 20 Tage, bei warmen Temperaturen kann es auch schneller gehen.

Wie genau sehen Gelsen aus?

  • Larven: Die Larven sind durchsichtig bis bräunlich gefärbt und weisen ein auffälliges Atemrohr auf. Sie sind meist fünf bis zehn Millimeter lang und gut im Wasser zu erkennen.
  • erwachsene Gelsen: Diese sind drei bis sieben Millimeter groß, haben einen langen, schlanken Körper mit durchsichtigen Flügeln, langen Beinen und einem Stechrüssel, der bei Weibchen zum Blutsaugen dient.

Männchen vs. Weibchen – Wer sticht?

  • Nur die Weibchen stechen, da sie das Eiweiß aus dem Blut für die Entwicklung ihrer Eier benötigen.
  • Männchen ernähren sich ausschließlich von Pflanzensäften und Nektar.
  • Unterschiede im Aussehen: Männchen haben auffällig buschige Fühler, mit denen sie die Flügelschläge der Weibchen orten können. Weibchen haben glatte Fühler und einen kräftigeren Stechrüssel.

Fortpflanzung, Ei-Ablage und Lebensdauer

Die Fortpflanzung der Gelsen ist erstaunlich effizient – und erklärt, warum sie sich so schnell vermehren können, wenn man nicht rechtzeitig gegensteuert.

Wie funktioniert die Fortpflanzung?

Die Paarung erfolgt meist kurz nach dem Schlüpfen der erwachsenen Gelsen. Männchen orten die Weibchen über deren Flügelschlag-Frequenz in der Luft. Die Paarung findet oft in der Luft oder in Schwärmen statt.

Nach der Befruchtung sucht das Weibchen gezielt nach einer Blutquelle (beispielsweise Mensch, Vierbeiner oder Vogel), um die nötigen Nährstoffe für die Ei-Entwicklung zu erhalten.

Erst danach beginnt die Ei-Ablage.

Wie viele Eier legt ein Weibchen?

  • Ein einziges Gelsen-Weibchen kann zwischen 200 und 300 Eier pro Ei-Ablage produzieren.
  • Die Eier werden meist in stehendem Wasser abgelegt – entweder einzeln oder in Form von „Ei-Schiffchen“, die auf der Wasseroberfläche treiben.
  • Im Laufe ihres Lebens kann ein Weibchen mehrere Ei-Ablagen durchführen, je nach Art und Umweltbedingungen bis zu zehn Mal.

Das bedeutet: Ein einziges Weibchen kann über 1.000 Nachkommen hinterlassen!

Wie lange leben Gelsen?

  • Männchen leben meist deutlich kürzer als die weiblichen Gelsen – sie sterben oft kurz nach der Paarung.
  • Weibchen leben deutlich länger, nämlich zwei bis vier Wochen, unter günstigen Bedingungen sogar bis zu zwei Monate.
  • In Mitteleuropa überwintern viele Gelsen-Weibchen in einem Ruhezustand (sogenannte Diapause) in Kellern, Garagen, Höhlen oder geschützten Gebäuden und werden im Frühling wieder aktiv.

Wann sterben Gelsen?

Gelsen sterben auf natürliche Weise durch:

  • Alter (nach der Ei-Ablage oder Paarung)
  • Kälte (Frost überleben nur wenige Arten)
  • Austrocknung oder Nahrungsmangel
  • Fressfeinde wie Vögel, Fledermäuse, Libellen oder Spinnen

Was genau sind Hausgelsen?

Hausgelsen (auch Gemeine Stechmücken genannt, wissenschaftlich Culex pipiens) sind besonders anpassungsfähige Mücken-Arten, die sich gerne in der Nähe des Menschen aufhalten. Sie sind nachtaktiv, lieben stehendes Wasser zur Ei-Ablage und finden durch kleinste Öffnungen den Weg in unsere Wohnungen oder Häuser. Hausgelsen überwintern in Kellern, Garagen oder Gartenhütten. Sobald es wärmer wird, werden sie aktiv und suchen gezielt nach geeigneten Orten, um ihre Eier abzulegen – meist in Form kleiner “Ei-Schiffchen”, die auf der Wasseroberfläche treiben.

Typisch für Hausgelsen:

  • Sie surren leise, aber penetrant. Dieses gefürchtete Geräusch stammt übrigens vom Flügelschlagen und ist nicht die Stimme des Insekts.
  • Sie stechen meist nachts.
  • Sie verstecken sich tagsüber in dunklen Ecken, hinter Vorhängen oder unter Möbeln.

Warum sind Hausgelsen so lästig?

Hausgelsen sind nicht nur nervig, sondern können auch Krankheitserreger übertragen (wie das West-Nil-Virus, das beispielsweise grippeähnliche Symptome hervorrufen kann). In unseren Breiten ist das Risiko zwar gering, aber nicht bei null. Viel häufiger verursachen Gelsen durch ihre Stiche juckenden Stellen auf der Haut, die uns um den Schlaf bringen.

Wie wird man Hausgelsen los?

Hier sind die besten Tipps, um Gelsen fernzuhalten oder loszuwerden:

1. Insekten-Schutzgitter anbringen

Ein feinmaschiges Netz vor Fenstern und Türen ist der effektivste Schutz. Auch ein Moskitonetz über dem Bett wirkt Wunder.

 

2. Wasseransammlungen (Brutstätten) vermeiden

Ansammlung vieler Gelsenlarven in einem stehendem Wasser

Gelsen brauchen nur wenige Milliliter Wasser, um ihre Eier abzulegen. Achte besonders auf diese Punkte:

  • Gießkannen, Kübel, Blumentopf-Untersetzer regelmäßig entleeren und umdrehen oder abdecken.
  • Poolplanen und Abdeckungen: Auf gespannten Planen bilden sich oft Wasserlachen, daher die Planen regelmäßig entleeren oder straff spannen.
  • Alte Autoreifen und diverse Behälter in der Garage oder im Keller lagern oder entsorgen.
  • Gartenmöbel, Kinderspielzeug, Werkzeuge: Alles, was draußen liegt, kann Wasser sammeln. Regelmäßig kontrollieren und umdrehen.
  • Regenrinnen und Abflüsse regelmäßig reinigen und bei Bedarf mit einem Gitter abdecken.
  • Regentonnen mit einem feinmaschigen Insektenschutznetz abdecken.
  • Sonnenschirmständereinmal pro Woche entleeren und reinigen.
  • Vogeltränken: Wichtig für Tiere, aber mindestens alle zwei bis drei Tage ausleeren und frisch befüllen.

3. Duftstoffe nutzen

Gelsen mögen bestimmte Gerüche nicht. Besonders wirksam sind z. B.:

4. elektronische Gelsenfallen

Der Pistal® Gelsenstecker ist der erste elektrische Gelsenstecker auf 100 % Pflanzenbasis (Pyrethrum-Extrakt aus der Chrysantheme).1

Der Pistal® Gelsenstecker schützt vor und tötet Stechmücken und Tigermücken.

Die besonderen Eigenschaften des Pistal® Gelsensteckers:

  • wirkt selbst bei gekipptem Fenster
  • ist in Räumen mit Kindern ab zwei Jahren einsetzbar
  • reicht für bis zu 45 Nächte (= 45 x bis zu neun Stunden)
  • ist in geruchloser Form erhältlich

Anwendung des Pistal® Gelsensteckers:

Der Pistal® Gelsenstecker auf 100 % Pflanzenbasis* schützt zuverlässig vor Gelsen und sorgt mit seinem geruchlosen Flüssigwirkstoff für bis zu 45 gelsenfreie Nächte2. Er wirkt selbst bei gekipptem Fenster und kann in der Steckdose bleiben, da er mit dem integrierten Schalter ein- und ausgeschaltet wird.

Pistal Gelsenstecker mit mehreren Merkmalen beschriftet: drehbarer Stecker, geruchlos, kontinuierliche Verdampfung, Ein-/Ausschalter mit Kontrolllicht und patentierte Docht-Technologie (Docht kann nicht brennen, es bilden sich keine Rückstände)

6. Ventilatoren aufstellen

Gelsen sind keine besonders guten Flieger. Der Luftzug eines Ventilators im Schlafzimmer kann sie effektiv vertreiben.

7. natürliche Feinde fördern

Ein naturnaher Garten mit Vögeln, Libellen, Fröschen und Fledermäusen hilft, das natürliche Gleichgewicht zu erhalten und Gelsen-Populationen zu reduzieren.

Was tun bei einem Stich?

Wenn es doch passiert, dass du von einer Hausgelse gestochen wirst, helfen folgende Tipps:

  • Nicht kratzen! Das verschlimmert die Entzündung.
  • Kühlen mit einem feuchten Tuch oder Kühlpad.
  • Antihistamin-Gel oder Hausmittel wie Aloe Vera oder Zwiebelsaft lindern den Juckreiz.

Nähere Informationen dazu auch unter: wie kann man mückenstiche vermeiden?

Fazit

Gelsen sind faszinierende, aber lästige Insekten mit einer beeindruckenden Überlebens- und Fortpflanzungsstrategie. Wer ihre Lebensweise kennt, kann gezielt gegen sie vorgehen – und den Sommer wieder ungestört genießen. Durch frühzeitiges Handeln und das Beseitigen potenzieller Brutstätten lässt sich die Gelsen-Population rund um das Haus oder die Wohnung deutlich verringern und damit die Zahl der juckenden Stiche. Schon mit einfachen Maßnahmen kann man die Gelsen-Plage wirksam eindämmen.

Wie bei allen Bioziden vorsichtig und nicht in der Umgebung von Jungtieren, Katzen, Vögeln und Reptilien verwenden! 
Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. 

* Wirkstoff: 100 % pflanzenbasierter Pyrethrum-Extrakt aus der Chrysanthemenblüte
1. erster Gelsenstecker auf 100 % Pflanzenbasis* exklusiv in österreichischen Apotheken erhältlich
2. 45 Nächte bis zu 9 Stunden 
PISTAL_2025_017 | Stand: August 2025

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